Au hör - Folge 6

Shownotes

Diese Folge ist eine Liebeserklärung an die Verwaltung: Annika Schmitz, die Dezernentin für Gesundheit, Soziales und Digitalisierung der StädteRegion Aachen, ist Traurednerin und schöpft daraus viel Motivation für ihre beruflichen Aufgaben. Sie setzt sich für eine "proaktive" Verwaltung ein, die mehr auf die jeweiligen Bedürfnisse der Menschen eingeht. Wir sprechen mit ihr über ihre Ideen, wie man Soziales und Digitalisierung noch enger verzahnen kann, welche Herausforderungen und Chancen Künstliche Intelligenz zum Beispiel in der Pflege bietet und wieso singen gesund ist! Dabei erzählt sie auch von ihrer Zeit als Hebemariechen im Karneval und wie wichtig der Kampf gegen Einsamkeit ist.

https://www.staedteregion-aachen.de/de/navigation/staedteregion/verwaltung/verwaltungsleitung/dezernentin-annika-schmitz

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:02: Aufhör, der Podcast der Städteregion Aachen.

00:00:05: Mit Holger Behnend.

00:00:07: Ach zusammen!

00:00:08: Und

00:00:08: Mareike Stasch.

00:00:09: Viel Spaß beim Zuhören.

00:00:11: Mit diesem Podcast wollen wir zeigen was die Verwaltung der Stätte Region Aachen eigentlich alles macht.

00:00:16: Authentisch und praxisnah mit Beispielen aus dem Arbeitsalltag.

00:00:20: Die Themen heute... Warum

00:00:21: singen gesund ist?

00:00:23: Wie die Verwandlung der Zukunft aussieht?

00:00:25: Und warum künstliche Intelligenz den Pflegealltag erleichtern kann.

00:00:30: Zu Gast ist Annika Schmitz, Dezernentin für Soziales, Gesundheit und Digitalisierung der Städteregion Aachen.

00:00:36: Ich mag es wenn man halt eben auch sehr knapp begrenzen hat und in diesem Korsett aber auch kreativ werden muss weil das führt dazu dass man vielleicht auch mal Ideen geht und Wege geht wie man sonst nicht gehen würde.

00:00:53: Sie sind ausgebildete Traurätnerin.

00:00:56: Wie spannend ist das denn?

00:00:57: Man könnte sie theoretisch buchen und Sie halten eine wunderschöne, emotionale Hochzeitszeremonie ab.

00:01:02: Inwiefern hilft Ihnen das bei Ihrer Arbeit als

00:01:04: Dizernentin?".

00:01:05: Normalerweise würde man ja davon ausgehen, dass die Liebe und die Verwaltung vielleicht nicht so viel miteinander zu tun haben.

00:01:12: Und mir das nicht weiter hilft.

00:01:14: aber doch es hilft mir weiter weil beides hat mit Menschen zu tun und bei Beidem stehen Menschen im Mittelpunkt.

00:01:19: und das ist bei meiner normalen Arbeit in der Verwaltung auch so und das geht auch oft darum die Geschichten und die Fakten die ich erzählt bekomme von meinem Brautpaar in eine Geschichte zu schnüren, ein bisschen aus einer anderen Perspektive zu beleuchten und anders zu erzählen.

00:01:35: Und das ist auch manchmal Übersetzungsarbeit.

00:01:37: Und genauso ist es in meiner normalen Tätigkeit auch.

00:01:40: Das heißt vor allen Dingen auch wenn ich mal auf meine Themen schaue Digitalisierung, Gesundheit, Integration, Inklusion, Soziales dann gehört da auch ganz viel Übersetzung Arbeit dazu.

00:01:51: Insofern hilft mir das sehr weiter dass sich das gelernt habe viele, viele Male gemacht habe.

00:01:59: Was war denn dabei vielleicht Ihre schönste Geschichte?

00:02:02: oder was war die Trauung, die Sie heute noch in den Engeligen Gedanken haben?

00:02:06: Das war tatsächlich die Trauer von einem Brautpaar, der sich beim ersten Kennenlernen mit mir... Man hatte immer so ein erstes Kennen lernen vor der Buchung und waren die gerade vier Wochen zusammen.

00:02:18: Ach Quatsch!

00:02:19: Ja ganz frisch,

00:02:20: ganz frischt und das hab ich tatsächlich... Da hab' ich gedacht da war ich so skeptisch und dachte mein Gott Jetzt ernsthaft, das meinen die doch nicht ernst.

00:02:27: Dann dachte ich okay gut lass dich mal auf das Abenteuer ein.

00:02:32: und es war so fantastisch weil ich die Möglichkeit hatte den Gästen die ja teilweise auch den jeweiligen Partner gar nicht kannten, dass ich denen die Kennenlerngeschichte erzählt habe.

00:02:44: Und ja so detailreich hab' ich noch nie eine Kennenlerngeschichte erzählt weil viele Brautpaare sind ja schon Jahre zusammen haben, schon ein paar Höhen und Partiefen mitgemacht und da habe ich wirklich alles erzählt!

00:02:55: Wir sind ins Möbelhaus gefahren, sind die erste gemeinsame Couch ausgesucht haben und das war so spannend... Ich war wahrscheinlich

00:03:02: doch gar nicht geliefert worden oder nach vier Wochen?

00:03:05: Zumindest nicht beim Kennen lernen Termin aber tatsächlich bei der quasi dann schon geliefert worden, aber das war ... Das hat mich tief beeindruckt und vor allen Dingen auch wie reif diese Liebe auch schon war.

00:03:18: Normalerweise denkt man ja, oh Gott!

00:03:20: Die waren dann die drei Vierteljahr zusammen, als sie geheiratet haben, da kommt alles noch frisch.

00:03:25: Das war sehr reif, sehr überlegt.

00:03:27: Da waren einfach zwei Menschen, das war lieber auf den ersten Blick.

00:03:30: Und

00:03:31: das hält heute noch?

00:03:33: Ich hab

00:03:33: nicht nachgefragt.

00:03:37: Aber ich würde antizipieren, dass sie wohl noch ein Paar sind.

00:03:42: Sie sind selbst jetzt auch eine Ehe mit der Städteregion Aachen eingegangen.

00:03:47: Wie sieht denn Ihre Liebeserklärung an die Städteregion aus?

00:03:50: Sie sagten ja gerade, dass die Liebe und Verwaltung gar nicht so weit auseinander liegen!

00:03:54: Tatsächlich

00:03:54: bring ich so eine Grundliebe zur Verwaltung mit, die ich ja jetzt schon... Gott das ist wirklich eine lange Ehr.

00:04:01: Schon seit über einundzwanzig Jahren habe und die hab' ich mitgebracht in die Region Und natürlich würde ich jetzt nach Nach der Zeit, die ich schon hier bin.

00:04:11: Nicht sagen dass ich eine wirklich feste Beziehung Bindung und eher auch schon mit der Städteregion eingegangen bin.

00:04:18: aber eine Absichtserklärung das sich genau diese Ehe eingehen möchte.

00:04:22: langfristig weil

00:04:23: ich... Darum prüfe wer sich ewig binde?

00:04:25: Ja

00:04:25: ja genau richtig!

00:04:28: Aber eins habe ich erkannt dass ihr sowohl in der Verwaltung als eben draußen in der Trägerlandschaft mit den Menschen mit denen ich bisher zu tun hatte So viel Ambition, so viel Engagement da ist und alle ein Stück weit eine Grundrichtung mit mir teilen.

00:04:46: Und das ist das was mich auch bei der Verwaltung hält und für die Verwaltungen begeistert dass wir gucken, dass wir auch mit den knappen Ressourcen haben das Beste für die Menschen in der Region umsetzen und realisieren können.

00:05:02: Deshalb ist die Absichtserklärung, ich würde sagen es ist eine Verlobung und die Ehe Schließung kann kommen.

00:05:10: Jetzt haben Sie Themen für die sie zuständig sind als Sozialdezernentin soziales Gesundheits- und Digitalisierung.

00:05:16: Man hatte so gedacht ja das hat der Dr.

00:05:18: Ziemanns gemacht, er hatte dann Fäbel für ihn.

00:05:19: Sie haben das gleiche fäbeln und sich sprechen immer von proaktiver Verwaltung.

00:05:23: Wie kriegt man die drei Themen verknüpft?

00:05:26: Wir haben Gründe genommen, war auch genau das der Grund warum ich mich überhaupt beworben habe dass diese Themen zusammen gedacht werden.

00:05:35: Die Aktivität heißt ja, dass ich mich an den Lebenslagen der Menschen orientiere und nicht das die Menschen auf das Organigramm der Verwaltung schauen müssen.

00:05:43: Und in meinen ersten Ausbildungstagen in der Verwartung im Jahr zwei Tausend vier habe ich von einer One-Stop Agency gehört.

00:05:50: Das heißt also es war so der Traum oder die Vision für die Verwaltungen.

00:05:54: Es heißt, dass der Mensch nur an eine Stelle in die Verwandlung kommen muss und ihm dort geholfen wird zu dem Anliegen, was er hat aber auch zu den möglichen weiteren Dingen die mit diesem Anliegungszusammenhängen kurzum quasi zu seiner Lebenslage.

00:06:08: Jetzt kann man natürlich mit einem Augenzwing kann sagen warum haben wir das heute immer noch nicht erreicht?

00:06:12: Viel mehr sollte es mittlerweile darauf gehen dass wir Antworten darauf finden und deshalb finde ich das so spannend weil gerade Gesundheit und Soziales oftmals auch Themen zusammenhängen, Themen auch miteinander in Verbindung sind.

00:06:26: Sich auch ein Stück weit Biografien daran ablesen lassen und präventiv Angebote bzw.

00:06:32: auch dieser lebenslagenorientierte Ansatz da wunderbar funktioniert.

00:06:36: Und klar könnte man bei Digitalisierung sagen das geht jetzt alles nur digital?

00:06:40: Nein dann würden wir die Menschen auch ein stückweit verlieren, die vielleicht nicht digital affin sind aber es schafft Ressourcen.

00:06:48: Das heißt wenn ich also über den Bereich Digitalisierung wenn ich das ganz klug angehe, mir Prozesse anschaue und verbessere.

00:06:55: Also sprich bürokratische Hürden nehme aber halt eben auch verwaltungsintern, Hürde abschaffe oder Lücken schließe.

00:07:03: Dann kann ich Ressourcen schaffen für persönliche Betreuung, für persönlichen Beratungen.

00:07:07: Und dann habe ich im Grunde genommen beide Wege.

00:07:09: Dann hab' ich einmal den digitalen Weg für die, die einfach digitale Affinen sind, für die vielleicht nicht Zeit haben zu den Servicezeiten der Verwaltung vor Ort zu sein nicht beraten zu lassen und kann dann halt eben den digitalen Weg und den analogen Weg öffnen.

00:07:27: Und so habe ich alle Menschen und alle Personengruppen auch gefrühstückt.

00:07:31: Ein schönes Beispiel ist, glaube ich unser System was wir im Elterngeld haben wo Menschen dann in einem Online Chat direkt mit ihrem Sachbearbeiter durch den Antrag geführt werden?

00:07:40: Ja genau zum Beispiel das ist ein guter Ansatz wo man zeigen kann, dass das funktioniert.

00:07:46: Aber noch schöner wäre es ja wenn es ums Elterngeld ginge und man dann vielleicht auch mitbekommt hey ihr braucht vielleicht nicht nur elterngelt sondern ihr könnt vielleicht in eine Beratungsstelle gehen bei uns in der Verwaltung oder extern bei freien Trägern.

00:08:00: Und genau darum geht es also wenn man die Menschen einmal hat zu einem servicetermin zum Beispiel auch zu sagen und das und das könnte in eurer Lebenslage auch noch für euch relevant sein und das setzt einfach früher an.

00:08:12: Also bevor vielleicht die Notwendigkeit da ist, bevor überhaupt ein Handlungsbedarf besteht das zu sehen das proaktiv anzusprechen und direkt in die richtige Richtung zu leiten.

00:08:23: Jetzt haben wir Das Frasenschwein vergessen.

00:08:27: Wir wollten es mitbringen, weil sie so gerne proaktiv verwenden und für jedes Proaktiv wollten wir ein Euro reinschmeißen.

00:08:32: also das macht jetzt quasi imaginär Bling!

00:08:35: Sie verwenden diesen Begriff sehr, sehr gerne.

00:08:37: fast würde man sagen er ist schon mit ihnen verschmolzen.

00:08:39: was meinen Sie konkret damit?

00:08:40: Sie haben gerade schon viele tolle Beispiele genannt aber vielleicht können Sie es nochmal ganz kurz in drei Sätzen zusammenfassen.

00:08:48: Mit Proaktivität meine ich, dass die Verwaltung vor die Lage kommt.

00:08:52: Das heißt das nicht der Mensch wissen muss was brauche ich?

00:08:55: Was könnte für mich noch relevant sein?

00:08:58: sondern wir als Verwaltung dieses Wissen haben und dem Menschen quasi also den Bürger die Bürgerinnen durch die Verwandlung führen.

00:09:09: Anderes Thema was immer stärker wird auch wenn es um Digitalisierung geht KI auch in der Verwältigung.

00:09:14: KI.

00:09:15: Wo sind denn die Chancen, aber wo sind auch Grenzen bei einer KI?

00:09:18: Wenn ich jetzt an die Themen wie Pflege oder sowas denke.

00:09:20: Ja also die Chances sind ganz klar da und da würde ich auch anknüpfen an den Bereich der Digitalisierung.

00:09:27: Ich kann einfach Prozesse vereinfachen, ich kann Arbeit wegnehmen, die vielleicht... um nicht unsinnig ist, aber die vielleicht stumpf ist.

00:09:37: Also wo ich immer wiederkehrend einen gewissen Arbeitsschritt machen muss der kann durch KI übernommen werden.

00:09:44: Ich kann vielleicht auch Verfahren vereinfachen.

00:09:46: Ich kann Beratung vielleicht auch ein Stück weit darüber schon eine Erstberatung ne erst Orientierung geben.

00:09:53: was sich aber nicht machen kann und das ist das was KI einfach nicht schaffen wird es empathisch Menschen dort abholen wo sie stehen empathisch, menschenberaten Sicherheit geben und halt eben dieses menschliche was einfach meiner künstlichen Intelligenz fehlt steckt ja schon nicht im Namen drin.

00:10:12: Also deshalb ist es das was uns Menschen hier auch ausmacht.

00:10:15: Sie waren in diesem Jahr auch beim Digital-Gipfel Pflege, in der Städteregion.

00:10:19: Da wurden ganz viele KI-gestützte Programme zum Beispiel vorgestellt die in der Pflege eingesetzt werden könnten.

00:10:26: da waren auch beeindruckende Sachen bei.

00:10:28: Die zwar nicht wie sie gerade sagten menscheln können aber nichtsdestotrotz vielleicht dazu führen können dass mehr Zeit für Menschlichkeit bleibt.

00:10:35: was waren das zb für Modellprojekte?

00:10:38: Also was mich besonders beeindruckt hat, war im Grunde genommen ein KI-gestütztes mit Sensoren ausgestattetes Zimmer oder eine Wohnung.

00:10:48: Und das finde ich halt besonders spannend weil über sensorig Dinge ermöglicht werden nämlich dass Menschen länger in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können.

00:10:59: Dass Menschen auch eine gewisse Sicherheit bekommen Das ist nicht die menschliche Sicherheit aber das ist die Sicherheit da käme einen Mensch wenn bei mir etwas nicht richtig ist.

00:11:10: Das waren so Innovationen, die mich wirklich beeindruckt haben wo ich auch sagt das macht halt eben auch Sinn dass man da ansetzt.

00:11:19: und also das ist eigentlich mein Hauptaspekt noch im Kopf geblieben, dass ich das mitgenommen habe.

00:11:28: Das wurde auch immer wieder gesagt an diesem Tag, Menschlichkeit kann nicht ersetzt werden.

00:11:32: Nicht durch Automationen, nicht durch KI.

00:11:36: Menschlichkeit ist immer noch etwas was uns Menschen vorbehalten bleibt und das finde ich auch gut.

00:11:42: Also KI kann letzten Endes unterstützen, kann uns als Verwaltung auch unterstützen in Standardprozessen.

00:11:47: aber welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein damit Bürger diesen digitalen Angeboten wirklich vertrauen?

00:11:52: Auch nach wie vor.

00:11:53: also braucht den Menschen der dann entscheidet oder...

00:11:55: Ja, also an vielen Stellen natürlich nicht an den Stellen wo kein Ermessen da ist.

00:11:59: Also wenn es nur Null und Eins gibt quasi nur die Entscheidung ja oder nein dann braucht das nicht zwingt den Menschen der diese Entscheidung trifft wenn die Fakten einfach klar eingeordnet werden können.

00:12:09: aber wir haben in der Verwaltung viele Prozesse viele Entscheidungen die Ermessensentscheidung sind und da braucht es schon einen Menschen auch weil das ist das Vertrauen was der Bürger die Bürgerinnen auch in uns haben darf dass da immer noch jemand sitzt er sich meinen Fall individuell anguckt und nicht eine Maschine, die einfach nur nach Null-und Eins einordnet und dann der Entscheidung trifft.

00:12:32: Und es braucht auf jeden Fall auch einen Vertrauen.

00:12:35: Ich glaube das haben wir als Verwaltung auch dass wir eine Datensicherheit, dass wir ne Zuverlässigkeit auch an den Tag legen und die Daten eben nicht... in einem anderen System landen, weil wir sie verkaufen.

00:12:47: Das ist ja an ganz vielen Stellen so.

00:12:49: ich glaube da denkt auch nicht immer jeder so drüber nach wenn man sich im sozialen Medien oder so anmeldet und dort Informationen preis gibt.

00:12:56: aber gerade bei so hoch sensiblen Daten die wir teilweise einer Verwaltung verarbeiten haben wir oder genießen wird das ist meine Überzeugung noch ziemlich hohes Vertrauen der Menschen.

00:13:05: das sollten wir auch nicht verspielen.

00:13:08: Aber inwiefern könnte denn KI auch dazu beitragen, dass wir dem Fachkräftemangel entgegenkommen oder auch steigende Kosten gerade im Gesundheitsbereich oder auch im Bereich Soziales abfedern können?

00:13:19: Ja, auf jeden Fall hilft es halt bei der Prozessoptimierung.

00:13:22: Das ist jetzt auch ein sehr großes konstruktives Wort.

00:13:25: aber das heißt ja eigentlich nur dass ich mir anschaue wie gehe ich in einem Verwaltungsverfahren vorgucken wir die einzelnen Schritte an und schaue vielleicht was kann ich durch Automationen?

00:13:34: Was kann ich also den Einsatz von KI verbessern und optimieren?

00:13:40: und da gibt es ja einfach auch schon.

00:13:42: wenn ich so auf erste Modellprojekte schau dann sehe teilweise Prozesse, um die Hälfte der Zeit verkürzen kann.

00:13:53: Und das ist natürlich ein Riesenimpact wenn ich überlege dass wir dann wirklich diese Zeit auch hätten für zum Beispiel virtuelle Beratungen in einem virtuellen Bürgerbüro oder halt eben auch vor Ort um Menschen durch den Prozess zu begleiten und sie auch entsprechend zu beraten.

00:14:10: oder auch wenn wir nicht mehr genug Fachkräfte bekommen.

00:14:14: und das ist ja einfach Fakt Wenn man mal schaut, wenn jetzt die geboten starke Generation in den nächsten Jahren in Ruhrstand geht.

00:14:21: Dass wir das einfach abfedern können.

00:14:23: Weil am Ende würde, wenn wir nichts tun und nicht die ersten Schritte gehen ... Die sollten wir schnell gehen, also ich bin auch ein ungeduldiger Mensch.

00:14:32: Aber die sollten wir einfach gehen damit wir vorbereitet sind, damit wir vor die Lage kommen oder zumindestens mit der Welle oben auf Schwimmen und Surfbrett unter den Beinen haben und nicht sagen oh jetzt werden wir erwischt weil das führt dann zur Überforderung und ich glaube dass ist auch ein ganz wichtiger Faktor dass wir die Menschen in der Verwaltung noch nicht vergessen

00:14:53: Vor die Lage kommen und die Welle, da muss ich sofort an Corona denken unter ihren Vorgänger.

00:14:57: Da sind Sie wahrscheinlich froh dass so was jetzt gerade nicht in zu Ihren Aufgaben gehört?

00:15:02: Ja wenn ich ehrlich bin natürlich weil Das war ja auch teilweise nur reagieren auf das, was von außen kommt.

00:15:10: Und da bin ich natürlich froh, dass ich jetzt in der Zeit bin, wo ich agieren kann.

00:15:15: Klar finanzielle Knappemittel und die haushalterische Lage in den Kommunen macht es nicht einfacher mit Sicherheit – aber das mag ich auch!

00:15:24: Ich mag es wenn man eben sehr einfach mal knapp begrenzen hat und in diesem Korsett aber auch kreativ werden muss, weil das führt dazu dass man vielleicht auch mal Ideen geht und Wege geht wie man sonst nicht gehen würde.

00:15:37: Das bedeutet aber letztlich auch im Gesundheitsbereich ist Prävention unheimlich wichtig

00:15:41: Absolut.

00:15:42: Also der Ansatz, weil Gesundheit heißt ja nicht nur die Abwesenheit von Krankheit sondern Gesundheit heisst auch dass man präventiv ansetzt und ich glaube das ist ein schöner Erkenntnis aus der Corona-Zeit, dass man halt nicht nur im öffentlichen Gesundheitsdienst den reaktiven Ansatz hat, sondern auch den präuentiesen tiefen Ansatz wählen muss.

00:16:02: Und das finde ich unglaublich toll, dass wir da jetzt die Möglichkeit haben gestärkt rauszugehen Erlebe auch eine ganz besondere Agilität, die auch aus der Corona-Zeit mitgekommen ist.

00:16:15: Also viele schimpfen ja darüber, dass das alles schwierig war.

00:16:19: Ich fand, dass die Zeit uns auch ein Stück weit die Augen geöffnet hat und ein Stück weiter auch ermöglicht hat vielleicht mal um die Ecke zu denken und jetzt als gutes Beispiel auch dafür dienen

00:16:29: kann.".

00:16:29: Sie haben gerade gesagt sie sind ein sehr ungeduldiger Mensch.

00:16:32: welches Problem würden Sie am liebsten jetzt sofort auf Knopfdruck lösen?

00:16:35: Einsamkeit!

00:16:37: Da tut die Städteregion ja auch einiges.

00:16:39: Wir haben etliche Projekte jetzt auch in diesem Jahr neu gestartet, da sind viele Wettbewerbe schon gewesen.

00:16:45: Was haben Sie so für Ziele?

00:16:48: In diesen Bereich?

00:16:49: Ich werde Einsamkeit nicht abschaffen können aber zumindest Einsamheit ist ja ein Teufelskreis wenn ich durch Einsamkeiten entsteht auch Krankheit.

00:17:00: und diesen Teufelkreis... zu durchbrechen und auch im Grunde genommen durch so tolle Projekte wie sie ja auch initiiert werden, wie sie auch gefördert werden oder Anlässe zu schaffen.

00:17:14: Dass Menschen sich treffen das Menschen zusammenkommen ich glaube dass es so essentiell ist noch nicht im Bewusstsein aller auch drin und da möchte ich auf jeden Fall auch weiter das vorantreiben um dieses Bewusst sein dafür zu schaffen Präventivmaßnahmen zur Bekämpfung von Einsamkeit.

00:17:34: Auch so viele konnten einzahlen und die uns vielleicht auch manchmal gar nicht bewusst sind, dass es nämlich nicht nur dieses sich einsam fühlen sondern auch wirklich die Krankheiten, die daraus entstehen.

00:17:45: das finde ich ganz schlimm wenn ich ganz traurig auch

00:17:49: Im Endeffekt auch, wo wir präventiv tätig werden.

00:17:51: Es ist natürlich so ein Kontext auch dazu Fördermittel freiwillige Mittel an irgendwelche Institutionen die ganz tolle Sachen machen auszugeben in Zeiten Wo wir einen ganz knappen Haushalt haben.

00:18:02: aber das zahlt sich aus

00:18:03: Ja, absolut.

00:18:04: Also natürlich kann man nicht sagen jeder Euro den ich in Präventivmaßnahmen stecke spart am Ende fünfzehn Euro.

00:18:11: Ich finde also so kann man die Rechnung mich machen aber ich bin halt ein großer Fan von Zahlen Datenfakten und auch davon das dass wir so dieses Bauchgefühl, was man ja hat.

00:18:23: Oh das könnte Auswirkungen darauf haben, dass man das halt untermauert.

00:18:27: und wir haben eine Sozialraumplanung, wir haben ja Sozialraumdaten die wir erheben und daran lässt sich schon eine Entwicklung und eine Tendenz ablesen.

00:18:34: und insofern finde ich Das kann man ablesen, das kann man sehen und das ist sehr wichtig auch in Zeiten Knapperkassen.

00:18:43: Denn das darf nicht, also Prävention darf nicht zu Lasten von haushalterischen Einsparungen nur gehen.

00:18:51: Es ist klar, man muss genauer hingucken.

00:18:53: Man muss auch wirkungsorientiert das Geld einsetzen.

00:18:57: Ich denke dass wir da vielleicht sogar noch ein Stück weit mit allen Beteiligten besser werden können.

00:19:02: aber auch das geht nur im Schulterschluss mit den Trägerinnen, mit den Organisationen, machen, also da kann ich ja nicht sagen so alles was ihr gemacht habt.

00:19:10: Das hat keine Wirkung erzählt das ist Mist sondern wirklich zu sagen gemeinsam darauf zu gucken wo können wir die Hebel ansetzen?

00:19:17: Wo können wir das Geld ausgeben damit es dann auch wirklich Wirkung erzielt.

00:19:22: Jetzt haben wir gerade ein bisschen für bedrückende Stimmung gesorgt Ein wichtiges Thema Einsamkeit etwas dass vielleicht gegen Einsamkeiten helfen kann ist gemeinsam zu musizieren.

00:19:31: Wir haben alle in diesem Jahr die Bilder gesehen vom tanzenen Gesundheitsminister in Ungarn.

00:19:36: Wollen Sie unsere singende Gesundheitsdezernentin werden?

00:19:39: Sie sind nicht nur Traurätnerin, das weiß nicht jeder!

00:19:41: Sondern sie können auch gut singen.

00:19:44: Ja wenn ich die Gelegenheit dazu hätte, die singende Gesundheitsdezertinnen zu werden, glauben Sie mir, ich würde das machen und wenn ich auch am Ende noch wüsste dass das vielleicht dann auch noch Wirkung erzielt, dann noch viel viel lieber.

00:19:55: Wir können das ja mal testen.

00:19:57: also wir haben da mal was vorbereitet.

00:20:08: Das Internet vergisst nicht, Frau Schmitz.

00:20:12: Ich höre

00:20:13: es!

00:20:14: Was bedeutet Musik für Sie?

00:20:17: Musik macht einfach glücklich.

00:20:18: Musik öffnet Herzen und wie sie gerade sagt ein gemeinsames Musikieren verbindet und schafft auch Einsamkeit ab.

00:20:27: Und ich habe immer unheimlich gerne auch im Chor gesungen, auch wenn das jetzt zeitlich aktuell einfach nicht mehr geht.

00:20:33: aber das hat mich unheimlig glücklich gemacht und ich glaube es waren auch viele dabei für die das einmal in der Woche so ein Anlass war rauszukommen zusammen zu kommen und ich hab eigentlich immer in kirchlichen Köhren gesungen.

00:20:49: Das war einfach so schön, in der Gemeinschaft dann auch in der Kirchengemeinde zu singen und zu sehen wie ein Lied ein Lächeln in das Gesicht zaubern kann von jemandem, der vielleicht vorher nicht mit einem Lächel reinkam.

00:21:02: Zu lächeln hat man viel auf einer Karnevalssitzung und da wissen wir natürlich auch dass sie eine gewisse Vergangenheit haben als Hebemariechen.

00:21:09: Erklären Sie das doch

00:21:09: mal kurz!

00:21:12: Ja, also ich bin Karnevalistin durch und durch.

00:21:16: Und ich habe tatsächlich als Kind immer gesungen – ich war immer im Chor, ich hab' immer gesunken und da gab's einfach nie die Zeit um den Anders in den Karnevalsverein zu gehen.

00:21:25: aber ich hab mir die Mariechen angeguckt mit ihren schönen Uniformen und hat mir gedacht das möchte ich irgendwann mal machen.

00:21:30: So dann war ich auch als Kind vielleicht ein bisschen schwer Und konnte deshalb nicht als Hebemariechen herhalten.

00:21:37: Aber als ich dann, sagen wir mal ... In der richtigen Gewichtsklasse unterwegs war, hab ich gedacht so und jetzt nutzt du deine Chance bis meine Knochen aufgegeben haben und gesagt haben ne Hebemeriechen ist wohl nichts mehr mit dreißig.

00:21:50: Das heißt?

00:21:51: Sie waren die also für alle, die nicht Karnevalsaffin sind sie waren die, die durch die Luft geflogen ist oder die die unten stand und gestemmt hat.

00:21:59: Also ich war die, die nicht ganz durch die Luft geflogen ist oder nur in die Höhe gehoben wurde.

00:22:04: Mal auf den Füßen mal im Handsitz oder mal auf den Schultern stehend.

00:22:08: aber genau das habe ich gemacht auch mit ganz viel Freude.

00:22:12: Das würde ich aber tatsächlich heute nicht mehr hinbekommen.

00:22:19: Aber um nochmal beim Thema zu bleiben so begeistert wie Sie jetzt gerade davon erzählt haben vom Karneval vom Singen von gemeinsam Spaß haben, Gemeinschaft vor allen Dingen und Gesellschaft zu zelebrieren.

00:22:32: Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach Vereine aktuell in der Gesellschaft?

00:22:35: Weil auch da müssen wir alle zugeben – es gibt immer mehr Vereine die Mitglieder verlieren, Vereine sich womöglich auch Vereinshäuser nicht mehr leisten können

00:22:44: etc.,

00:22:44: warum sind Vereine so wichtig?

00:22:48: Ja, ich würde sagen schon der gesellschaftliche Kit der Menschen auch zusammenhält.

00:22:53: Der Vereine federn ganz viel ab was an anderer Stelle nicht mehr möglich ist und sind halt auch bezahlbar für alle Menschen.

00:23:04: also meistens sind ja Vereinsbeiträge auch wirklich in einem bezahlbaren Rahmen sozial verträglichen Rahmen Und deshalb sind Vereine ganz essentiell.

00:23:14: Ich verstehe auch, dass Einsparungen die jetzt notwendig sind, die dann dazu führen, das Vereinshäuser nicht mehr so betrieben werden können, dass das ein riesengroßer Einschnitt ist.

00:23:24: und deshalb glaube ich – und das hatte ich ja vorhin auch schon mal gesagt – müssen wir zu einer anderen Form der Zusammenarbeit vielleicht kommen?

00:23:30: Vielleicht kann nicht mehr jeder Verein sein Vereinshaus haben aber vielleicht gibt es Vereinsverbünde mit denen man sowas weiter betreiben kann wie's dann halt eben finanzierbar ist.

00:23:41: Aber das ist unglaublich wichtig!

00:23:43: In unserem Sozial- und Gesundheitsdezernat fällt auch der Bereich Inklusion, Inklusionsamt.

00:23:48: da waren wir mit die ersten oder ich glaube die Ersten in NRW, die so einen Amt überhaupt hatten.

00:23:53: Warum ist Inklusion heute noch immer so wichtig?

00:23:55: Oder ist es immer noch so

00:23:56: wichtig?!

00:23:57: Weil gesellschaftliche Teilhabe an vielen Stellen noch nicht selbstverständlich geworden ist und ich glaube es auch noch nicht bei allen so implementiert ist, dass gesellschaftlicher Teilhaben nicht einfach ist.

00:24:09: Und das fängt bei wirklich physischen Barrieren auf Bürgersteigen in der Stadtplanung an und er hört bei Veranstaltungen auf wo zum Beispiel Menschen mit Einschränkungen nicht teilhaben können.

00:24:21: und deshalb Daueraufgabe.

00:24:24: und deshalb finde ich es auch genau vollgerichtig, dass man dafür ein Amt eingerichtet hat eine eigene Abteilung eingerichtet hat um genau diese Dauer-Aufgabe sichtbar zu machen.

00:24:34: Und Inklusion ist ganz klar auch eine Haltung und das finde ich toll, dass die Städteregion dieser Haltung damit auch konstatiert hat.

00:24:41: Sie haben auch ganz begeistert, zum ersten Mal die inklusive Tisch-Kickerliga der Städteregelmeinerei der Allemagniaren besucht.

00:24:47: Und was war da für eine Stimmung vor?

00:24:49: Das muss man einfach mal glaube ich selber erlebt haben – das ist etwas ganz Besonderes!

00:24:53: Absolut!

00:24:54: Als ich in den Raum reinkam und dieses Feuer wirklich gespürt habe, diese Energie gespült hab all derer, die daran teilgenommen haben, war ich sofort angefacht.

00:25:06: Unheimlich schönes Gefühl und ich habe das mitgenommen.

00:25:09: Und ich merke es auch jetzt direkt wieder bei mir, wenn ich daran zurückdenke was da für eine Energien im Raum war dann möchte ich am liebsten morgen direkt wieder hingehen.

00:25:18: Dankeschön bis hierhin Annika Schmitz, Dezernentin für Gesundheit Soziales und Digitalisierung der Städte Region Aachen und mit diesem Schwung gehen wir in unsere Blitzrunde.

00:25:37: Videokonferenz oder persönliches Gespräch?

00:25:39: Persönliches Gespräch.

00:25:40: Innovation, oder doch lieber bewährtes?

00:25:43: Innovation!

00:25:44: Smartphone-App oder Telefonhotline?

00:25:46: Smartphone

00:25:47: App.

00:25:48: Homeoffice oder im Büro?

00:25:49: Beides.

00:25:50: Daten nutzen oder Daten schützen – was hat Vorrang?

00:25:53: Daten nutzen.

00:25:54: Prävention oder Behandlung?

00:25:56: Präventions.

00:25:57: Eine Technologie auf die Sie sich freuen?

00:25:59: Eine Serviceplattform für die Verwaltung, die wirklich einen Nutzenschaft für dieVerwaltung aber auch für die Menschen.

00:26:05: Welche App nutzen Sie selbst am häufigsten?

00:26:08: WhatsApp.

00:26:09: Mehr ungelesene Emails oder mehr ungelesene Bücher bei Ihnen?

00:26:13: Oh, mehr un gelesene E-Mails!

00:26:16: Ein Begriff, den Sie nicht mehr hören können.

00:26:20: Digitalisierung Das Beste

00:26:24: kommt.

00:26:24: zum Schluss – die letzte Frage

00:26:26: Worauf freuen sie sich selbst am meisten in den kommenden Monaten?

00:26:30: Ich freue mich

00:26:31: darauf,

00:26:32: die Ehe mit der Städteregion Aachen einzugehen.

00:26:35: Sollen wir noch mal zum Abschluss?

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.