Au hör - Folge 2

Shownotes

Wir stehen in der StädteRegion Aachen und dem Rheinischen Revier vor einem der größten Umbrüche in Deutschland. Der Abschied von der Braunkohle verändert ganze Landschaften – wirtschaftlich, sozial und emotional. Wir sprechen mit Städteregionsrat Dr. Grüttemeier darüber, warum der Strukturwandel eine Chance ist, wie Mobilität neu gedacht wird und vor welchen Herausforderungen die StädteRegion sonst noch aktuell steht. Dabei geht es um Bioökonomie, den Ausbau der euregiobahn und vieles mehr.

https://www.staedteregion-aachen.de/strukturwandel

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00:00:02:

00:00:12: Mit diesem Podcast wollen wir zeigen, was die Verwaltung der Städte Region Aachen eigentlich alles macht.

00:00:17: Authentisch und praxisnah mit Beispielen aus dem Arbeitsalltag!

00:00:24: wie Mobilität neu gedacht wird

00:00:26: und vor welchen Herausforderungen die Städteregion Ahren aktuell sonst noch steht.

00:00:43: Wir stehen in der Städte Region Aachen und dem Rheinischen Revier vor einem der größten Umbrüche in Deutschland.

00:00:47: Der Abschied von der Braunkohle, der verändert ganze Landschaften sozial wirtschaftlich aber vor allen Dingen auch emotional.

00:00:54: Es gibt viele Menschen hier bei uns in der städteregion Aachen die verbinden mit dem wortschrukturwandel Zukunfts

00:00:59: sorgen.

00:01:00: was verbinden sie damit?

00:01:01: Ich glaube dass es für die region eine sehr große Chance ist.

00:01:05: Wir kennen in der Region ja Strukturwandel.

00:01:07: Wir hatten in den neunzehnundachziger Jahren das Ende der Steinkohle, wir haben sehr lebt dass Industriearbeitsplätze im onzenen Regionen wegfallen und man muss sich ab und zu mal bewusst machen wenn wir über Strukturwandels sprechen.

00:01:18: es ist die größte Landschaftsbaustelle in ganz Europa die wir hier im Rheinischen Revier haben mit den Tagebauen die demnächst sehen sein werden Und es bietet für unsere region gerade mit all dem potenzial dass wir gerade in der städteregion haben eine zukunftschance wie kaum irgendwo anders im land.

00:01:33: Was war denn jetzt für Sie so der Moment, wo Sie wussten?

00:01:35: Der Strukturen ist keine Zukunftsfrage mehr sondern das Gegenwart.

00:01:40: Mit dem ersten Spatenstich in Merzbrück als wir festgestellt haben dass das was wir vorher im Powerpoint Präsentation gemacht haben was wir in Projektanträge geschrieben haben wenn man dann sieht da wird jetzt wirklich Realität raus.

00:01:51: Das erste Projekt siedelt sich hier an.

00:01:53: Es ist immer schön wenn man Förderbescheide bekommt aber dann zu sehen wie tatsächlich Projekte gebaut werden Wie Arbeitsplätze entstehen das ist ein ganz besonderer moment.

00:02:01: Ich glaube, das können wir uns mittlerweile auch alle ein bisschen besser vorstellen.

00:02:04: Man muss nur so ein bisschen über die A forty fahren und dann rechts sieht man schon den neu errichteten Mobility Hub wie es so schön heißt.

00:02:10: aber da passiert noch ganz viel mehr.

00:02:12: was ist der aktuelle Stand?

00:02:13: Man sieht momentan viele Bagger auf Mezbrück stehen, den einen oder anderen Kran und man sieht das gebaut wird.

00:02:18: Der Mobility Hub ist so gut wie fertig.

00:02:20: ein lang der Flight Line also der Start-und-Lande Bahn haben jetzt gerade die Bauarbeiten begonnen.

00:02:24: Ein weiteres Firmenprojekt in der Nähe des Mobility Hubs wird gerade schon fast fertig gestellt und das PLCA eines der ganz wichtigen Projekte, die wir rund um Mezbruck haben auch da ist jetzt der Baubeginn.

00:02:35: Da werden gerade die erforderlichen Erderbeiten durchgeführt.

00:02:37: Also kurzum kann man das von der Autobahn immer schön sehen dass in Merzbrück wirklich was passiert.

00:02:41: Und das ist natürlich auch für uns ganz wichtig, dass wir aus den PowerPoint-Präsentationen dann auch in konkrete Projekte

00:02:46: kommen.".

00:02:47: Das

00:02:47: Fliegen von morgen soll da erforscht werden?

00:02:50: Könnten Sie sich das schon konkret

00:02:51: vorstellen?".

00:02:52: Was ich selber vorher nicht wusste bevor ich mich mit Strukturwannen und Merzbruck gerade um unsere städteregion intensiv befasst habe es war die Luftfahrtbranche für ein riesiger Wachstumsmarkt.

00:03:01: Gerade im Nordrhein-Mestfalen ist wie viele zigtausend Arbeitsplätze daran hängen das spannende In fast jedem Flugzeug auf der Welt ein Bauteil aus NRW sind Dinge, die die meisten Leute glaube ich gar nicht wissen.

00:03:13: Und beim Fliegen von morgen geht es vor allem darum, wie man energieeffizienter fliegen kann.

00:03:17: Also rein klimaneutrales Fliegen wird sicherlich auf der Langstrecke sehr schwierig sein.

00:03:21: aber gerade im Bereich Staaten und Landen wo Flugzeuge besonders viel Lärm machen, besonders viel Energieverbrauch in hier gibt's natürlich die Möglichkeit dass sie elektrisch fliegen und es gibt viele andere tolle Projekte rund aus der gesamten Ruschulandschaft wie man Fliegen effizient haben können und daran wird in Mezburg gearbeitet.

00:03:37: Gehen wir jetzt mal aus der Luft auf die Schienen und zwar zu einem weiteren Strukturwandel-Projekt dem Origiorealport in Stolberg.

00:03:44: Das soll der größte Umschlagplatz in der Region für den internationalen Güterverkehr von den blästigen Nordseehefen nach Deutschland werden, das sind wirklich große Worte für etwas was sich noch nicht ganz fassen lässt.

00:03:54: Welche Chancen bietet denn der Origiorenport?

00:03:57: Auch da hilft es einfach mal auf eine Karte zu schauen und sich die Frage zu stellen, wie werden denn eigentlich Güter transportiert?

00:04:03: Wir haben die großen Zara-Häfen in Belgien und den Niederlanden wo in erheblichem Maße Güter nach Europa kommen.

00:04:09: Und dann die spannende Frage Wie werden sie von daraus dann weitertransportiert?

00:04:13: um das ist sicherlich klug viele Dinge nicht nur mit LKWs zu machen über die Straße zu transportieren sondern die Schiene zu nutzen?

00:04:19: und hier bietet der gesamte Bereich des Steuerberger Hauptbahnhof ein sehr, sehr großes Potenzial.

00:04:24: Weil es die erste Fläche nach der jeweiligen Landesgrenze ist, wo wir auf deutschem Boden sind und wo dann die Möglichkeit besteht, entsprechend im Güterumschlag zu machen.

00:04:33: Und der Steuerberger Hauptbahnhof hat das große Potential aufgrund seiner Lage weit weg von der nächsten Bebauung freie Flächen zur Verfügung, dass wir hier tatsächlich ein solches Güterverteidszentrum errichten können einen Umschlagplatz und das Entscheidende, dass dann drumherum entsprechende Arbeitsplätze entstehen für Menschen die diese gesamte Struktur nutzen können und natürlich auch für die Unternehmen aus unserer Region.

00:04:55: Viele Arbeitsplätze sind in letzter Zeit unter anderem auch im Barsweiler entstanden.

00:04:58: Da entsteht gerade ein Strukturwandelprojekt der etwas anderen Art, da werden schon bestehende Strukturen benutzt nämlich am ETS-Inbarsweiller, zuletzt sind da die Merlin-Labore eröffnet worden.

00:05:08: Da geht es um Dinge.

00:05:09: ich glaube das müssen viele erstmal so bisschen googeln weil man sich das noch gar nicht so richtig vorstellen kann.

00:05:13: also wie kann man beispielsweise Pflanzen oder Tiere nutzen um daraus wiederum was anderes herzustellen sein ist?

00:05:19: Materialien sei es Energie seines Lebensmittel Medikamente.

00:05:24: Das finde ich eines der spannendsten Projekte, die wir in der Städteregion haben.

00:05:27: Wo ich auch für mich selber sage okay rund um Märzbrücken klimaneutralen Fliegen kann man so ungefähr verstehen was sie machen Güter über die Schiene statt über die Straße zu transportieren.

00:05:36: Wir haben ein Regalway Potter.

00:05:37: kann man sich etwas drunter vorstellen?

00:05:39: bei Bio Format pro und den Merlin Laboren da war es mit meinem Wissen schnell vorbei.

00:05:43: jetzt muss ich zugeben dass ich in bio und Chemie in der Schule jetzt auch nicht gerade der beste waren aber

00:05:47: abgewählt.

00:05:47: ja

00:05:47: das habe ich zum früßen möglichen Zeitpunkt abgewählt Aber sich einfach damit zu befassen, welche Werkstoffe können benutzen die nachwachsen sind.

00:05:55: Wie können wir an der Stelle Nachhaltiger arbeiten?

00:05:58: Wir können effizienter arbeiten gerade im Bereich der einzelnen Rohstoffen und Werkstoff für Produktion.

00:06:03: hier benutzen ist ein total faszinierendes Feld Und auch wenn man sieht wie viel Kompetenz wir dazu hier schon in der Region haben Ist das eine faszine strukturwanderprojekt wo man aber sicherlich erst mal ein bisschen googeln oder Chatchi-Petit nutzen muss, um zu verstehen was da eigentlich passiert.

00:06:17: Dann knüpfen wir gerne nochmal an Lieblingswachschämie an und zwar Wasserstoff.

00:06:21: der spielt vor allem bald in Weißweider am Kraftwerkstandort eine große Rolle.

00:06:26: Was passierte?

00:06:28: Wasserstoff ist ja eine Zukunftstechnologie wo wir alle nicht so genau wissen wo es eigentlich hingeht.

00:06:33: also dass man grundsätzlich Wasserstoff nutzen sollte insbesondere grünen Wasserstoff für die Produktionen aber auch um die Energiefragen zu lösen.

00:06:40: ich glaube Wir sind sich alle Experten und Experten darüber einig.

00:06:44: Das Problem ist, es gibt bis heute noch kein Business Case also kein bezahlbares Modell das man sagt Wasserstoff hat in Deutschland tatsächlich Marktreife erreicht Und wir haben hier das große Glück dass wir unsere Lage im drei Ländereck glaube ich strategisch gut ausgespielt haben.

00:06:59: Alles so ist das eine große Wasserstoff Pipeline genau bis zur Landesgrenze in Einheiten gebaut werden sollte.

00:07:05: und Deutschland diskutiert momentan noch in berlin darüber wie sieht denn mal ein wasserstoff kernnetz für deutschland aus?

00:07:11: und wir haben dann immer argumentiert und haben gesagt naja egal wie das aussieht die anknüpfung von einaten wird immer über weißweiler laufen.

00:07:18: weiß weil er ist energiestandort entlang der autobahn liegt energieinfrastruktur und bitte lasse diese pipeline nicht in einarten enden sondern führt sie mindestens bis weißweilern damit wir in der städteregion zum einen einen ausspeisepunkt für wasserstoff haben aber auch die möglichkeit haben rwe möchte dort das Braunkohlekraftwerk durch ein Gaskraftwerk ersetzen, dass aber auch wasserstofffähig ist und braucht natürlich auch den entsprechenden Wasserstoff.

00:07:40: Und das ist glaube ich einen riesen Strukturwandel.

00:07:43: Vorteil hier bei uns in der Region, dass wir eine der ersten Regionen in Deutschland sind wo Wasserstoff tatsächlich in diesem Maße zur Verfügung steht und wo unsere guten Kontakte gerade zu den belgischen Partnern geholfen haben das hier für die region realisieren zu können.

00:07:56: Das heißt, für sie ist Wasserstoff eher ein Hoffnungsträger als wie für andere Menschen.

00:08:00: Die sagen, nee das ist doch nur so ein Hype.

00:08:02: die ersten Wasserstoff Tankstellen haben schon wieder zugemacht weil sie nicht genutzt wurden?

00:08:06: Ja es wird die spannende Frage sein ob sich Wasserstoff im Bereich der Mobilität durchsetzt.

00:08:09: Da spricht momentan einiges dafür dass das eher schwierig wird zumindest was den PKW-Verkehr angeht.

00:08:14: bei LKW und Zügen vielleicht noch mal anders aber ich glaube dass gerade Elektrolyseure und Wasserstoff in der Energieversorgung für Unternehmen eine wahnsinnig große Rolle spielen können Und auch die internationalen Beziehungen, die wir ja in der Städteregion haben zum Beispiel in den USA oder auch nach Südkorea zeigen.

00:08:30: Dass es dort sehr, sehr kluge Anwendungsfälle von Wasserstoff gibt, spielt in Südkuria z.B.

00:08:34: unserer Partner-Region Anzan eine sehr große Rolle und da können wir sicherlich vieles von lernen.

00:08:38: Sie

00:08:38: haben jetzt gerade schon internationale Verbindungen angesprochen.

00:08:42: Welche Rolle spielt die Städterregion nach?

00:08:44: Denn beim Thema Strukturwandel im Vergleich zu Land und Bund.

00:08:48: Wir sind wichtiger Bestandteil der gebietskulissereinisches Revier, eine der Gebiets-Körperschaften und ich glaube dass wir in der Städteregion ein sehr großes Potenzial haben gerade aus unserer Hochschullandschaft heraus.

00:09:00: Also um die Fachhochschulen, die RWTH Aachen, ein Forschungszentrum Jülich auch wenn es Kreis Dürren ist aber auch viele Bezüge hier zur Städteregion und das ist sicherlich einer Leinstellungsmerkmal.

00:09:10: und unsere Aufgabe muss es sein Innovationen die aus den Hochschulen kommen zu konkreten Arbeitsplätzen zu machen, damit wir den Strukturwahn her erfolgreich bewältigen können.

00:09:19: Und wir wollen ja auch attraktive Regionen für die Menschen sein, die dort ihre Abschlüsse machen, dass sie nicht nach dem Studium dann irgendwo nach Süddeutschland oder woanders hingehen, sondern das bei uns in der Region bleiben Familien gründen und hier bleiben.

00:09:30: Und wird damit natürlich zu einem Wachstum und auch zur wirtschaftlichen Wohlstand hier für die Region quer durch alle Arbeitsbereiche beitragen können.

00:09:37: Der berühmte Klebe Effekt ja.

00:09:39: Genau, der berühmt Kleebeeffekt den wir bei den Grundschulen ja schon intensiv diskutiert haben ist natürlich auch in dem Bereich ganz wichtig.

00:09:46: gut ausgebildete junge Menschen egal ob sie an den Hochschulen sind oder hier eine Ausbildung machen die wollen wir natürlich in der städteregion halten und das ist unsere Aufgabe für diese attraktive Bedingungen zu schaffen dass die auch ihr bleiben möchten.

00:09:56: dann lassen Sie uns doch diese zukunftsmusik mal ein bisschen weiter anhören.

00:09:59: wie sieht denn das reinische Revier Ihrer Meinung?

00:10:00: darin sag ich mal fünfzehn jahren aus.

00:10:02: Wir werden am Tagebau innen sicherlich den ersten seh ein bisschen zu sehen bekommen.

00:10:09: also das wird noch keine blühende seenlandschaft

00:10:10: sein.

00:10:11: sie wir sehen den doch ja.

00:10:12: wir sehen zumindest dass das was er da reinläuft das was hat dann schon komplett bis oben stehen und dass man darin schwimmen kann.

00:10:17: das wird mal ein bisschen dauern aber wir werden zumindest sehen als es losgeht.

00:10:20: Und in fünfzehn Jahren glaube ich, dass wir bei uns gerade mit den Projekten rund um Merzbrück und ums Kraftwerk Weißweiler war auch ein Future Mobility Park wo Baswan und Alsdorf bei uns mithalten sind.

00:10:30: Und auf dem Conti Gelände in Aachen vielen anderen Stellen.

00:10:33: das wird tatsächlich sehen, dass doch die Arbeitsplätze entstanden sind, die durch den Ausstieg aus der Braunkohle verloren gegangen sind?

00:10:40: Und was gerade die Tage bei Umfelder angeht, die sind jetzt nicht in der Städteregion sondern eher ein anderen Gebietskörperschaften.

00:10:45: Da wird sie sicherlich im Bereich der Landschaften etwas völlig anderes tun.

00:10:49: also wenn Sie sehen das alleine eine Stadt Ellsdorf ist das Stadtgebiet um ein Drittel wächst allein dadurch dass zukünftig neue Flächen zur Verfügung stehen.

00:10:56: dann ist es natürlich einen Riesenpotenzial was da auch in der Region liegt.

00:11:00: Ihnen ist Transparenz unheimlich wichtig.

00:11:02: Wie können sich denn Bürgerinnen und Bürger in diesen Wandel wie können die mit Einbezogen werden?

00:11:07: Auf Ebene der Zukunftsagentur gibt es jetzt die Bürgerräte, wo sich Menschen mit einbringen können.

00:11:12: Aber aus meiner Sicht geht das auch viel niedrigschwelliger.

00:11:15: Wir haben in allen Kommunen der Städteregion ganz viele engagierte Kommunalpoliziker und Kommunalpolitiker... großes Interesse daran haben zu erfahren, was passiert denn eigentlich hier bei uns in der Region.

00:11:28: Wie sehen die Menschen das?

00:11:29: Die Entwicklungen vor Ort und auch wir in der Städteregion.

00:11:32: und ich habe natürlich ein großes Interessen daran zu erfahren ist das denn eigentlich richtig, was wir machen und was für Ideen gibt es für uns aus der Bürgerschaft?

00:11:38: und natürlich auch konstruktive Kritik zu hören wenn jemand sagt ne da seid ihr aus meiner Sicht aber um völlig falschen Gleis unterwegs.

00:11:45: Das ist, glaube ich wichtig wenn man Strukturwandel tatsächlich erfolgreich gestalten will.

00:11:50: Das funktioniert nicht indem man das von oben irgendwie verordnet sondern da muss eine schlüssige Story dahinter stehen und man muss die Menschen in der Region mitnehmen weil ansonsten kann es nicht erfolgreich werden.

00:11:59: Wie behalten Sie sich denn Ihren Optimismus, wenn da mal Gegenwind kommt?

00:12:03: Weil sie sind ja auch jemanden.

00:12:03: Sie sind gerne auf Wochenmärkten unterwegs.

00:12:05: Sie suchen gezielt das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

00:12:08: Sie bieten auch Bürgersprechstunden an aber ich kann mir vorstellen, auch wenn man ab und zu mal so bei Social Media reinguckt die Facebook oder auch Insta-Kommentare, die sind nicht immer nett und teile Welt sondern da kommt auch mal ordentlich Gegenwind wie behalten sie sich da ihren Optimismus?

00:12:22: Da

00:12:22: muss ich jetzt ein Geheimnis verraten, dass sich gerade in den sozialen Medien nicht alle Kommentare lese und insbesondere wenn es dann unter die Gürtellinie geht.

00:12:30: Das kann ich ganz gut ausblenden weil das finde ich ist keine Diskussionsebene.

00:12:33: Das ist in den letzten Jahren glaube ich auch noch mal schwieriger geworden.

00:12:36: aber da nehme ich mir auch die Freiheit bestimmte Dinge einfach zu ignorieren.

00:12:40: was immer etwas anderes ist ist konstruktive Kritik und deswegen mache ich so gerne diese Formate städteregionsrad vor Ort wo man unterwegs ist Es ist immer leicht irgendwo anonym in den sozialen Medien irgendwas reinzuschreiben und zu kritisieren.

00:12:51: Im persönlichen Gespräch ist es oft anders, also ich erlebe das dann Gespräche deutlich konstruktiver sind dass man da auch nichts mit Beleidigungen so zu tun hat Und dann gibt's durchaus berechtige Kritik.

00:13:01: Also wir machen ja an der städteregion nicht alles richtig und ich mache jeden tag jede menge fehler und deswegen ist Das auch richtig wenn man da auf meine spiegel vorgehalten bekommt und auch einfach mal in die rechtfertigungssituation kommt Wenn Leute fragen warum habt ihr das denn so gemacht und nicht anders?

00:13:14: Und das ist unheimlich wichtig, weil ich finde man muss sich schon selber auch hinter Fragen uns reflektieren und gerade in diesen großen Prozessen kann das absolut nicht schaden da auch viel konstruktive Kritik mit einzubeziehen.

00:13:25: Manchmal ist die ja auch unberechtigt.

00:13:26: es gab schon lustige Situationen wo sie dachten Moment mal damit nicht der falsche Ansprechpartner oder?

00:13:32: Das gab es auch schon.

00:13:32: Da muss man gucken, dass man das immer so ein bisschen vernünftig dann in die richtigen Waren lenkt und sagt ja da kann ich völlig verstehen, dass sie darüber sauer sind aber das machts die Stadt X Y und damals Schädteregio nix mit zu tun.

00:13:44: und das ist aber auch das was häufig dann einfach zur Klärung beiträgt wenn Leute sich über etwas beschweren die müssen ja nicht die Zuständigkeiten der Verwaltung kennen und dann muss man die vielleicht auch ab und zu schon mal erklären.

00:13:52: Ein guter Satz ist immer, wir geben das weiter.

00:13:54: Das ist der Stimmste Satz bei allen Politikern, da kann man auch das Geheimnis verraten.

00:13:57: wenn jemand sagt ich nehme das mal mit oder wir geben es weiter dann hat er jene keine richtige Antwort oder keine Lust sich damit zu befassen.

00:14:05: Der Strukturwandel ist das eine.

00:14:06: die städtere Region steht aber aktuell noch vor vielen weiteren Herausforderungen.

00:14:10: nehmen wir jetzt mal das Stichwort Verkehrswende.

00:14:12: Hier ist die geplante Regiotram das Vorzeigeprojekt, was auf die Schienen kommen soll.

00:14:17: Eine Straßenbahn, die von Aachen überwürsern und Alsdorf bis nach Barsfäller fahren soll?

00:14:23: Wie ist hier der aktuelle Stand?

00:14:24: Das ist die Regiotam Stammstrecke, wo wir im Moment dabei sind, die konkreten Förderanträge zu stellen in die Planung reinzugehen.

00:14:31: Das ist ein Projekt, dass bislang wirklich gutläufe mit großer Unterstützung auch vom Bundes- und Landesseite haben weil Das natürlich ein so großes Investitionsvolumen ist, dass das keine Kommune alleine stemmen kann und auch nicht mehrere zusammen.

00:14:42: Sondern da braucht man Unterstützung.

00:14:44: die bekommen wir glücklicherweise bei viele Menschen von diesem Projekt überzeugt sind.

00:14:47: Und glaube wenn man sieht heute allein schon siebzig tausend Pendlerinnen und Pendler in den pkws vom Weg Basweiler Richtung Aachen überwürsern und als drauf und ich glaube Da haben wir ein sehr sehr großes Potenzial diese menschen tatsächlich auf die Schiene zu bringen.

00:15:02: und Ich finde das für mich immer faszinierend Wenn man außerhalb der Region unterwegs ist Davos eine vernünftige Straßenbahninfrastruktur gibt, eine U-Bahninfrastruktur gibt.

00:15:10: Die brauchen wir jetzt in Aachen nicht.

00:15:12: Nicht

00:15:12: auch noch, hör schon die Kritiker her!

00:15:14: Aber das alleine ist ein völlig anderes Mobilitätsverhalten.

00:15:17: Ein ganz anderes Mobilitärsangebot und sowas müssen wir hier in die Region bringen und die EUregio Bahn zeigt ja im Übrigen seit fünfundzwanzig Jahren dass das ein totales Erfolgsmodell ist.

00:15:25: Ja und da würden Sie sich ja glaube ich auch wünschen, dass es auch grenzüberschreitend weitergeht?

00:15:29: Die ersten Schritte in Richtung Erweiterung.

00:15:31: Wer wie Eupen Stolberg sind getan?

00:15:33: was erhoffen sie sich von diesem Schritt?

00:15:35: Für uns war immer wichtig, dass Storberg-Breinig angebunden wird und von da aus der Weg Richtung Bundesgrenze nach Belgien rein ist.

00:15:41: ein ganz wichtiger Umäupen anzubinden.

00:15:43: Im nächsten Schritt dann auch Vervier.

00:15:45: Und ich freue mich sehr darüber, dass wir hier über die Regierung der DG in Belgien große Unterstützung haben.

00:15:50: Der dort die zuständige Minister Gregor Freches setzt sich extrem für das Projekt ein.

00:15:54: Das ist wichtig weil wir dadurch einfach nochmal ein völlig neues Grenzüberschreitendes Potenzial erschließen und wir können mit Mobilität nicht Staatsgrenzen aufhören, sondern die muss darüber hinausgehen und die Origebahn Richtung Belgien zu bringen wäre ein ganz wichtiger Schritt.

00:16:07: Das sind unfassbar viele Projekte, die wir jetzt schon innerhalb von kürzester Zeit einmal auf den Tisch gebracht haben.

00:16:13: Was verändert sich denn aktuell in der Städteregion am meisten?

00:16:16: Ich weiß gar nicht ob man sagen kann dass es das Projekt gibt wo wir stärksten in der Veränderung unterwegs sind.

00:16:21: Ich glaube, dass momentan ein Mix aus ganz vielen Dingen haben.

00:16:23: es tut sich wahnsinnig viel.

00:16:24: im Bereich Mobilität haben wir darüber gesprochen Ausbau regelbaren Regiotrammen im Bereich Strukturwandel Im Bereich Bildung was den Bau von Kitas angeht im Bereich Energieinfrastruktur die Kommunen mit Der nahe Wärmeplanung zum Beispiel was eine Riesenaufgabe für die Kommunen ist neue Gewerbeflächen die Wir brauchen.

00:16:39: Wohnungsbau ist in der Region ein großes Thema.

00:16:41: wir sind als städteregion glaube ich im bereich öffentlich gefördeter wohnungsbau sehr konkret und sehr erfolgreich unterwegs.

00:16:47: Wir müssen schauen, dass wir unsere Bildungslandschaft weiter auf den Weg bringen.

00:16:51: Das haben wir auf städteregionaler Ebene durch die Modernisierung Förderschulen und der Berufskollegs glaube ich ganz gut hinbekommen.

00:16:57: Förderschuhe Regenbogenschule ist zum Beispiel ein schönes Beispiel, die wir gerade eingeweiht haben das Grundschulstudium in Aachen geholt damit wie hier eine dauerhaft gute Versorgung auch im Primarbereich haben so dass sich gar nicht das eine Thema hätte sondern ich glaube im Moment es ist ein sehr sehr bunter Blumenstrauß in finanziell und wirtschaftlich schwierigen Zeiten was sicherlich für alle Beteiligten nicht leichter macht.

00:17:16: Wünschen Sie sich da auch manchmal ein bisschen mehr Unterstützung von Seiten der höheren Politik?

00:17:21: Ja, wobei ich finde es in der Politik immer schwierig wenn man einfach nur auf andere schaut und sagt naja die müssten uns jetzt mal helfen sondern mir wird schon reichen wenn wir nicht immer neue Aufgaben von oben bekommen würden.

00:17:31: Die wir dann auf eigene Kosten umsetzen dürfen.

00:17:34: also dieses Konnexitätsprinzip oder wie man im Rheinland sagt den Musik bestellt bezahlt.

00:17:39: auch dass man das einfach konsequenter umsetzt und das erlebe ich leider seit vielen vielen Jahren, dass das nicht passiert sondern wir bekommen gerade im Sozialbereich immer neue Aufgaben ohne die entsprechende finanzielle Kompensation.

00:17:50: Wir sehen, dass die Kosten uns im Haushalt komplett weglaufen und das Geld was wir da ausgeben fehlt halt für alles andere.

00:17:57: Und ich glaube, wir sind langsam an der Stelle angekommen wo die Kommunen einfach nicht weitersparen können und wo man auch nicht Grundsteuer W-Sätze ins Unermessliche treiben kann.

00:18:06: Sondern wo meine Erwartungshaltung Richtung übergeordneter politischer Ebenen ist wenn wir eine neue Aufgabe bekommen dann sorgt bitte auf dafür dass wir die bezahlen können.

00:18:14: Das Wort zum Sonntag, sozusagen.

00:18:17: Vielen Dank bis hierhin und ich glaube jetzt ist ein guter Zeitpunkt gekommen nach diesen ja doch eindrücklichen Worten mal ein bisschen lockerer zu werden.

00:18:24: willkommen in unserer Blitzrunde!

00:18:31: Bereit?

00:18:31: Ja.

00:18:32: In

00:18:34: der Städteregion in den Sozialbereich über sixty-fünf Prozent unseres Haushaltes also sechshundertfünfzehn Millionen Euro jedes Jahr.

00:18:42: Strukturwandel Chance oder Risiko

00:18:47: Die finanzielle Situation aller Kommunen.

00:18:50: Digitalisierung, Fluch oder Segen?

00:18:52: Segen!

00:18:53: Ein Projekt das noch zu wenig Aufmerksamkeit bekommt?

00:18:55: Die Stärkung der Förderschulen weil leider Förderschuhe nicht die Lobby halt andere Schulen haben.

00:19:01: Ich dachte kurz, Sie sagen dieser Podcast

00:19:04: Auch da können die Zahlen nach oben gehen.

00:19:06: Was brauchen wir in der Städteregion?

00:19:07: mehr Mut und Geduld.

00:19:09: Das ist eine gute Frage.

00:19:11: ich würde sagen Geduld.

00:19:13: Mutige Ideen haben wir viele und manche dauern so lange, deswegen Geduld.

00:19:18: Zukunftsbranche Nummer eins in der Städteregion?

00:19:22: Medizintechnik.

00:19:23: Tagebaufolge-Landschaften Problem oder Chance?

00:19:26: Größte Chance die wir hier in der Region seit vielen Jahrzehnten gehabt haben.

00:19:30: Strukturwandel braucht mehr Tempo oder mehr Beteiligung?

00:19:33: Mehr Tempo!

00:19:34: Größter Herausforderung bis zum Jahrzehn?

00:19:36: Mit immer weniger Geld trotzdem alle Projekte Und alle Bälle, die wir in der Luft geworfen haben auch in der luft zu halten.

00:19:47: In diesem Sinne vielen dank Doktor Timgritte Meier.

00:19:49: städte Regionsrat dass es sich Zeit genommen haben über Strukturwandel aber auch Mobilitätsprojekte zu sprechen.

00:19:55: für sie auch eine ganz ungewohnte Situation Podcast selber zum machen oder?

00:20:00: Total.

00:20:01: ich bin begeisterter podcast höre Aber das ist tatsächlich der erste podcast den ich selber aufnehme.

00:20:05: von daher Was?

00:20:06: Wirklich spannend.

00:20:07: Was hören Sie sonst so?

00:20:08: Bei mir steht der Podcast von Ronzheimer, dann Machtwechsel von Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander, der Phrasenmeer als Fußballpodcast und einfach mal Luppen von den Brüdern Groß in der Abo-Liste mit drin.

00:20:21: Und ab jetzt aber auch unser Podcast oder?

00:20:23: Selbstverständlich!

00:20:23: Und allen Hörern und Höreren würde ich das auch dringend empfehlen dem Podcast der Städte Region zu abonnieren.

00:20:30: Das Beste kommt.

00:20:31: zum Schluss die letzte Frage

00:20:33: Worauf freuen Sie sich in den kommenden Monaten am meisten?

00:20:36: Wart auf den Sommerurlaub, natürlich jetzt auf die FußballwM und das größte Sportereig.

00:20:41: Wir sind der städtliche Region die BreitwM ab Mitte Augusten.

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